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Bergwald
Naturkundliche Diavorträge bei der Alpenvereinssektion Wasserburg am Inn
während meiner vier Jahre als Naturschutzwart
natur Naturbeobachtungen vor der Haustür. Diavortrag von Anton Laut, Bergkirchen bei Dachau, 28. Februar 2002
natur Blumen der Alpen. Diavortrag von Rudolf Heinz, März 2001
natur Filze und Möser am Simsee. Diavortrag von Werner Karl, Donnerstag, 6. März 2000
natur Der Berg ruft nicht, er kommt. Diavortrag von Georg Meister, Donnerstag, 4.März 1999
Naturbeobachtungen vor der Haustür
Diavortrag von Anton Laut, Bergkirchen bei Dachau, Do 28. Februar 2002
Geht man mit geschärftem Auge vor unsere Haustür kann man erstaunliche Naturbeobachtungen machen. Bei einer Gemeinschaftsveranstaltung der Alpenvereinssektion Wasserburg mit der Ortsgruppe Bund Naturschutz belegte Anton Laut aus Bergkirchen bei Dachau dies mit beeindruckenden Dias. Mit seinem Vortrag "Naturbeobachtungen vor der Haustür" führte er die Berg- und Naturfreunde in das Ampermoos. Dabei konnte man auf einer Magerwiese und im Augraben direkt vor seinem Haus selten gewordene Tiere wie Hermelin, Bisam und Eidechsen beobachten. Für viele seiner Lichtbilder mußte Anton Laut, Mitbegründer der Ortsgruppe Hebertshausen im Bund Naturschutz, freilich früh aufstehen und einige Tricks aufwenden. Nur so bekam er den seltenen Neuntöter, den farbenprächtigen Eisvogel und den scheuen Brachvogel vor die Linse. Angenehm ausgewogen lenkte er die Augen des Zuschauers auch auf unscheinbare Kleintiere, wie Spatzen, Raupen und Insekten und auf stimmungsvolle Bäume im Wandel der Jahreszeiten.
Türkenbund-Lilie
© Rudolf Heinz, Wasserburg
Teure und umweltbelastende Reisen kann man sich oft sparen, wenn man mit offenen Augen und aufgeschlossener Seele vor die Schwelle tritt.
Unterstrichen mit Ausschnitten aus Mozarts Sinfonien zogen Schmetterlinge und Blumen mit glitzernden Tautropfen, Gräser und Zweige mit herrlichen Eiskristallen vor die Betrachter. Was Anton Laut für das Moor an der Amper zeigte, kann man etwas abgewandelt natürlich auch auf die Möser im Wasserburger Raum übertragen und ausprobieren. Flora und Fauna sind da, sie warten auf stille Bewunderer. Der Diavortrag wies die Richtung und machte auf leicht zu übersehene Naturschönheiten aufmerksam.
Naturschutz Anfang

Schopf-Teufelskralle
© Rudolf Heinz, Wasserburg
Blumen der Alpen
Diavortrag von Rudolf Heinz, März 2001
Nach einer kurzen erdgeschichtlichen Einführung zeigte der Botaniker Rudolf Heinz über eine Stunde lang prächtige Blumendias. Am Wasserburger Alpenvereinsabend waren diesmal nicht nur die üblichen Bergfexen vertreten, sondern – sei es wegen des angekündigten Themas "Blumen der Alpen", sei es wegen des guten Ruf des Fotografen und Referenten – es waren auch zahlreiche Blumenexperten gekommen. Die Bestimmung der Pflanzen ist nicht immer so leicht wie bei Almarausch und Schusternagerl und so wollten die einen etwas lernen, die anderen geniessen oder beides. Nur wer die Standorte der teils äußerst seltenen Alpenblumen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Diese gab Rudolf Heinz nicht preis. Dafür wußte er manch Aufschlußreiches zur Namensgebung, zur Verwendung als Heilmittel und auch zum Naturschutz mitzuteilen. Im kommenden Bergjahr wird mancher Wasserburger Berggeher mit verständigerem Blick neben den Weg schauen.
Naturschutz Anfang
Filze und Möser am Simsee
Diavortrag von Werner Karl, Donnerstag, 6. März 2000
Unter dem wenig reißerischen Titel "Filze und Möser am Simsee" lud die Alpenvereinssektion Wasserburg zu einem Diavortrag. Die Besucheranzahl war deshalb überschaubar. Doch schon der kurze Ausflug in die Geologiegeschichte zur letzten Eiszeit frischte wertvolle Kenntnisse aus der Heimatkunde auf. Nach dem allmählichen Ablaufen des gewaltigen Rosenheimer Sees entstanden riesige Hochmoore. Sie fielen der Kultivierung zum Opfer. Erhalten haben sich zahlreiche kleine Möser und Filzen aus der Verlandung der Restseen. Der Vortragende Werner Karl wohnt in unmittelbarer Nähe des Stucksdorfer Mooses und zeigte den Jahresablauf in den Mösern nahe dem Simsee. Seine Bilder fingen die völlig verschiedenen Atmosphären gekonnt ein. Von den Blumenkennern war gelegentlich ein anerkennendes "Ooh!" zu hören, wenn wieder eine seltene Orchideenart oder ein dort nicht vermuteter Enzian auf der Leinwand prangte. Die Tipps für Beerenfreunde werden hier nicht wiederholt. Immer wieder betonte Karl: "Das habt ihr unmittelbar vor eurer Haustür". So kommt zum Kennenlernen der Heimat und dem Genuß schöner Fotos auch ein psychologischer Effekt. Wenn künftig Arbeitskollegen von Marokko, den Malediven und Mauritius schwärmen kann man still an die Möser im Voralpenland denken. Auf Wunsch einiger Teilnehmer wird im Frühherbst eine Exkursion mit Werner Karl durchgeführt. Der Termin wird rechtzeitig in dieser Zeitung bekanntgegeben.
Dazu Exkursion ins Naturschutz Stucksdorfer Moos
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Der Berg ruft nicht, er kommt
Diavortrag von Georg Meister, Donnerstag, 4.März 1999
Anhand von Vergleichsaufnahmen zeigte Dr.Georg Meister, daß eine nachhaltige Nutzung und Pflege des Bergwalds auch mit vergleichsweise geringen Kosten möglich ist.
Unbeabsichtigt aktuell war der Lichtbildervortrag "Der Berg ruft nicht, er kommt" der Alpenvereinssektion Wasserburg am Donnerstag im Gasthof Paulaner. Der Vortragende - Dr. Georg Meister - stellte sich als kompetenter Anwalt eines gesunden Bergwalds, der seiner Schutzfunktion gerecht wird, heraus. Er hat fünfunddreißig Jahre in verschiedenen Funktionen im Gebirgswald gearbeitet und bewiesen, daß sich nach konsequent durchgeführten Maßnahmen in einigen Jahren wieder funktionsfähige Schutzwälder aufbauen lassen. Dr.Meister zeigte anhand von Dias die Geschichte der Nutzung der Alpen und die Folgen bedenklicher Entwicklungen in diesem wichtigen mitteleuropäischen Lebensraum. Beschönigend wird von "neuartigen Waldschäden" gesprochen. Dabei wird der Wald von oben - Luftverschmutzung - und unten - Wildverbiß - geschädigt. Die Bilder schärften den Blick der Zuschauer für den Wald, das Wild, die Erschließung und die verschiedenen Maßnahmen der Forstwirtschaft. In der anschließenden Diskussion waren Fragen nach den jüngsten Lawinenunglücken unvermeidlich. Aber auch zum Variantenfahren und Mountainbiking konnte Dr.Meister fachbezogene Auskunft erteilen.
Literatur
Sylvia Hamberger, Oswald Baumeister, Rudi Erlacher, Wolfgang Zängl: Schöne neue Alpen. Eine Ortsbesichtigung. München: Raben-Verlag, 1998. 241 S.
Mitautoren: Prof. Peter Cornelius Mayer-Tasch, Georg Meister, Heinz Röhle, Prof. Peter Schütt
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 15.12.2006