| Schnaitseer
Radrundweg cirka 35 km lang – |
| Letzte Befahrung: 29. August 2012 | |
| Vorbemerkungen | |
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![]() mit freundlicher mündl. Genehmigung 26.8.2008 |
| Charakter |
| Der SRR wurde am Montag den 12. Mai 2008 unter grosser
Beteiligung eröffnet. Der Weg umkreist den Ort Schnaitsee weiträumig und führt durch sanft hügeliges Bauernland. Der Teil ab Frabertsham bis zurück zum Ausgangspunkt (hier: St. Leonhard) ist ein Gipfel an Ausgeglichenheit und wohltuender Sensationslosigkeit. An der Streckenführung, die manche Haken schlägt, erkennt man die zentrale Position von Schnaitsee im Gelände: eine durchgängige Kreisroute gibt es nicht einmal ansatzweise. Die allermeisten Strassen laufen strahlenmässig von Schnaitsee aus, man durchkreuzt sie ständig. Der SRR ist hervorragend familiengeeignet. Vor allem kann kein Kind gezwungen werden irgendein Museum anzuschauen oder (mit wenigen lohnenswerten Ausnahmen) eine Kirche zu besichtigen. |
| 0 km St. Leonhard |
| St. Leonhard ist für auswärtige Fahrer – besonders aus Wasserburg kommend – von dort sind es 13,5 km mit dem Rad – als Einstieg gut geeignet. Schon beim Ortseingang (von Wasserburg kommend) gibt es einen Parkplatz; neben dem Gasthaus (derzeit nicht bewirtschaftet) ist ein weiterer Parkplatz. Von diesem fährt man wenige Meter südöstlich zum Ortseingang zu einem kleinen Geschäft mit Briefkasten auf der jetzt linken Strassenseite (gegenüber der Kirche). Unmittelbar hier setzt der schmale Weg an, über die Kuppe zur Strasse Kirchloibersdorf/St.Leonhard – Schnaitsee (0,4 km), zweigt dort aber schon nach 10 m wieder rechts ab zum Berger See. |
| Berger See |
| Ein erster landschaftlicher Höhepunkt: der idyllische
Berger See, den man links liegen lässt. Für Fischer: siehe Kreisfischereiverein – Gewässer ganz unten unter |
| 3,4 km Kling |
| Die Abzweigung zur Burgruine
Kling setzt bei 2,9 km an. Am Waldende scharf
links (an einem Baum markiert) und – laut Karte 12 % – steil
>>> den
Burgberg hinauf. Alternativ fährt man geradeaus und in ein paar Kurven
bequemer nach Kling. Man versäumt freilich den Blick von ganz
oben hinüber nach Schnaitsee. |
| 11,9 km Frabertsham |
| Wolfgang
Amadeus Mozart benützte auf seinen Reisen zwischen Wien /
Salzburg und München meist die Poststrecke über Stein an der Traun,
Frabertsham und Wasserburg. Westlich von Frabertsham – wohl wo heute
die B304 den Bach Murn überquert – brach am 9. Juni 1763 ein Rad. Vater
Leopold schrieb: „2 Stunden ausser Wasserburg brach uns ein hinteres
Rad in Stücken. Da sassen wir. Zum Glück war es heiter und schön, und
noch zum grösseren Glücke war in der Nähe eine Mühle”. Frabertsham
selbst (damals: ferbenthain) wird zweimal in einem Brief von Wolfgang
Mozart, 23. Sept. 1777, erwähnt: „wir sind Gott lob und danck glücklich
zu wagin, stain, ferbenthain und Wasserburg angekommen; ...”.
Ja, Leute, so leid's mir für die anderen Orte tut: Mozart hat nur Wasserburg groß geschrieben. Willi Birkmaier, Hg.: Mozart in Wasserburg, Direkt vorm Gasthof »Zur Post« in Frabertsham (derzeit nicht bewirtschaftet, dafür alternativer Gasthof an der B304 etwa 100 m weiter, rechts) nimmt man die "Piracher Strasse" nach links. |
| 27,8 km Waldhausen |
| Der Weiterweg ab Frabertsham bis Waldhausen bietet die
eingangs gelobte Ausgeglichenheit
und wohltuende
Sensationslosigkeit in folgenden Etappen: 13,1 km in Diepertsham rechtsabzweigend; wer aufpasst kann jetzt den Schnaitseer Kirchturm hinterm Hügel versinken sehen; ein kurzes Stück läuft hier der SRR gleich mit dem Alz-Inn-Radweg – 14,9 km Schmidham – gerade über die Strasse Schnaitsee-Kienberg – Vorsicht
die Kreuzung ist übersichtlich doch von links kommen die Autos
mit
hoher Geschwindigkeit! – (hier: in weniger als einem Kilometer
Richtung Kienberg nach Kirchstätt mit sehenswerter Kirche St.
Magdalena, 15. Jhdt.) 17,6 km Poschen – am Windrad Edenhub vorbei; in
Eck geht's links nach Waldhausen (wo wir hinwollen), man fährt aber
entgegengesetzt nach rechts. Die Wegausdenker wollten die Einsamkeit
unbedingt nochmals steigern. Gleich darauf schlägt man wieder einen
linken Haken: 24 km. In Waldhausen lockt das Gasthaus »Tauschhuber« mit
Biergarten (Foto siehe unter |
| Titlmoos |
| Der SRR schlägt einen Haken nach Titlmoos. Dort ist die
Kirche
St. Pauli Bekehrung sehenswert. Sie beherbergt einen römischen
Grabstein aus dem
3. Jhdt. n. Chr. ( |
| Stadlern |
| Kirche St.
Ulrich schon vor 1030 Kirche, um 1200 neu erbaut, davon ist der romanische Sattelturm erhalten; um 1450 gotisches Langhaus; im sö. Fenster des Altarraums Glasfenster des hl. Ulrich um 1450. |
| 35,5 km St. Leonhard |
| Nach einer schönen Abfahrt in den Ort Stadlern geht es
am Ortsende links. Um und nach Herbstham hat man
voralpine Eindrücke: Herbstham liegt zwischen zwei Hügelketten, die
Strasse führt dann unmittelbar am Hang vorbei. Dann ist man aber schon zurück am Ausgangspunkt St. Leonhard »Tafernwirt St. Leonhard«, derzeit nicht bewirtschaftet. |
| Fahrradservice unterwegs | |
| Radverleih in Schnaitsee: Blumenkistl, Kraiburger Str. 1 Tel. 08074 - 917535 | |
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| Links |
Berichtigung dieser Beschreibung. Dort steht, erste Seite ganz unten rechts: „In Frabertsham tangiert die Strecke auch den Alz-Inn-Radweg”. Mitnichten. Der Alz-Inn-Radweg berührt Frabertsham nicht. Vielmehr haben der SRR und der Alz-Inn-Radweg vier kurze Überschneidungen: • in St. Leonhard • dann gleich wieder nördlich vom Berger See • wenige Meter in Pfaffenham • östlich von Gattenham bis Diepertsham |
| Kling |
| Titlmoos Auf dem Webauftritt der Via Julia geht man zu "Kultur", dort zu "Grabsteine" und dann zu "Titlmoos". Ein direkter Link ist anscheinend nicht mehr möglich (8/2012). |
| Schnaitsee | |
| Schnaitsee wird erstmalig 924 und 927 im "Codex Odalberti" urkundlich erwähnt. Im Zentralisierungseifer von 1978 (sogen. Gebietsreform) wurde Schnaitsee mit den früher selbständigen Gemeinden Kirchstätt und Waldhausen zur Einheitsgemeinde Schnaitsee zwangsvereinigt. | |
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